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Abacus Diagnostica – schnelle, zuverlässige Testergebnisse

Wir bei Abacus möchten erreichen, dass Ärzte die Diagnose eines Patienten in Zukunft beim ersten Besuch mit einem Labortest bestätigen können und nicht tagelang auf die Testergebnisse warten müssen.

Über uns

Ziel von Abacus Diagnostica ist es, Krankheitstests im Gesundheitswesen, d. h. die Diagnostik, einfach, schnell und kostengünstig zu machen. Wir bei Abacus sind der Meinung, dass jeder beim ersten Besuch sofort zuverlässige Testergebnisse erhalten sollte – egal, ob es sich um einen Patienten mit Symptomen einer Darm-, Atemwegs- oder Hautinfektion, ein Kind oder einen Erwachsenen oder um eine Person mit akuten oder langfristigen Symptomen handelt. Zudem können schnelle Testergebnisse die Ausbreitung von Infektionsketten wirksam verhindern.

Im Idealfall gibt es keine Wartezeiten: Eine Infektion eines älteren Menschen in einem Pflegeheim durch antibiotikaresistente Bakterien wird diagnostiziert und lokal behandelt, bevor die Infektion auf den Blutkreislauf übergreift. Gegen Grippe werden keine Antibiotika verschrieben – und die Diagnose von Patienten mit Fieber, die mit dem Coronavirus infiziert sind, wird beim ersten Arztbesuch gestellt. Das ist unsere Vision.

Als schnell wachsendes Unternehmen mit positivem Cashflow und großem Ausstiegspotenzial bieten wir eine Investitionsmöglichkeit.

Sicherstellen einer Diagnose – wie und warum?

Die Diagnostik dient der Identifizierung von Erregern bei Infektionskrankheiten. Diagnostische Tests können zum Nachweis des Erregers selbst (Bakterien, Viren oder Teile davon) oder von Antikörpern verwendet werden, die der Körper entwickelt, wenn ein fremdes Bakterium oder Virus in den Körper eindringt. Tests zur Identifizierung des Erregers anhand seines genetischen Materials (DNA oder RNA) werden oft als PCR-Tests bezeichnet. PCR steht für die Polymerase-Kettenreaktion, die genetische Vervielfältigungstechnologie, die bei diesen Tests häufig Anwendung findet. Wir bei Abacus nutzen diese Technologie.

In der Coronavirus-Situation sind Unterschiede zwischen verschiedene Testmethoden in dem Öffentlichkeit mehrmals erläutert geworden: PCR-Tests weisen akute Infektionen nach, die für die Krankheitsprävention entscheidend sind. Antikörperstudien wiederum bringen eine Infektion zum Vorschein, die bereits zu einer Erkrankung geführt hat, und weisen auf eine möglicherweise entwickelte Resistenz gegen diese Infektion hin. Auch nahezu asymptomatische Infektionen und Resistenzen, die durch Impfstoffe entstehen, können durch Antikörpertests nachgewiesen werden. PCR-Tests und Antikörpertests unterscheiden sich in der praktischen Laborarbeit völlig voneinander, und für die Analyse werden derzeit unterschiedliche Geräte verwendet.

Beim Umgang mit übertragbaren Krankheiten spielen beide Testmethoden eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund möchten wir eine einzigartige Gesamtlösung anbieten, die die Arbeit von Ärzten und Labors in Zukunft erleichtert. Unser System der nächsten Generation, GenomEra 2+ (Ge2+), kann sowohl den Erreger als auch Antikörper gegen den Erreger schnell, zuverlässig und kostengünstig mit einem einzigen Gerät beim ersten Besuch nachweisen.

Die Kosten des Wartens

Die Identifizierung einer Infektionskrankheit und die mögliche Verzögerung bei ihrer Diagnose haben erhebliche Auswirkungen auf Einzelne und die Gesellschaft. Eine schnelle, korrekte Diagnose ist für die richtige Behandlung und die Unterbrechung der Infektionskette von grundlegender Bedeutung. Im schlimmsten Fall können Verzögerungen zu einer menschlichen Tragödie führen, wenn ein Patient an einer Krankheit stirbt, die durch eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung vermeidbar gewesen wäre.

Während der Coronavirus-Pandemie sind die Kosten und Auswirkungen einer unkontrollierten Infektionskrankheit sowohl auf individueller Ebene als auch für ganze Gesellschaften weltweit sichtbar geworden. Die Bedeutung rascher, wirksamer und rechtzeitiger Maßnahmen zur Kontrolle von Infektionskrankheiten wird jetzt besser verstanden. Wir sind überzeugt, dass sich das Verhalten in Zukunft durch ein verstärktes Bewusstsein ändert und dass darauf geachtet wird, andere Wege viraler Ansteckung zu unterbrechen. Die Mehrheit der Labordiagnostik wird jedoch nach wie vor von großen Zentrallaboren mit spezieller Ausrüstung für Testung, den für die Vorbereitung von Proben und Geräten erforderlichen getrennten Räumlichkeiten und einer ausreichenden Anzahl ausgebildeter Mitarbeiter durchgeführt. Da der Weg von der Arztpraxis zur Probenentnahme und der Transport der Proben zum Labor Zeit in Anspruch nehmen, muss man u. U. mehrere Tage auf die Bestätigung einer Diagnose durch das Labor warten.

Patientennahe Labordiagnostik (Point-of-Care-Testing, POCT) ist eine Alternative zu Tests in Zentrallaboren. POCT wird in der Nähe des Behandlungsortes des Patienten durchgeführt, und die Patientenproben werden nicht an externe Labors geschickt. Damit POCT wirtschaftlich tragfähig ist, müssen die Geräte vielseitig einsetzbar, bedienerfreundlich und insgesamt kostengünstig sein. Die patientennahe Labordiagnostik hat den wesentlichen Vorteil, dass sie auch in kleineren Behandlungseinrichtungen schnell eine bestätigte Diagnose – und damit die richtige Behandlung der Patienten – ermöglicht. Die Zeitersparnis bei der Diagnose von Infektionskrankheiten rettet Leben und reduziert die gesamtgesellschaftlichen Aufwendungen.

Fast track picture

Das sich in der Entwicklung befindende Ge2+ System ist für die patientennahe Labordiagnostik geeignet und für umfassende Benutzerfreundlichkeit konzipiert. Wir verstehen, dass dank Benutzerfreundlichkeit nicht nur Fehler reduziert, sondern auch neue Benutzer in kurzer Zeit geschult werden können. Im Endeffekt empfinden Ärzte und Patienten die Verfügbarkeit von Tests als verlässliche und gleich beim ersten Mal richtige Ergebnisse, als Kostenersparnis für die Behandlungseinrichtung und als insgesamt bessere Patientenerfahrung.

Warum lohnt sich eine Investition in Abacus?

1) Ein rasant wachsender Markt und weniger weltweite Gesundheitsprobleme

Unser Sektor, POCT von Infektionserkrankungen, ist mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 14,4 % einer der am schnellsten wachsenden Märkte für Diagnostik.  Die Coronavirus-Pandemie beschleunigt dieses Wachstum zusätzlich. Die Coronavirus-Pandemie und die Antibiotikaresistenz infolge der übermäßigen Verwendung von Antibiotika sind ernste Bedrohungen für die weltweite Gesundheit. Eine schnelle und zuverlässige Diagnostik spielt im Kampf gegen diese Probleme eine entscheidende Rolle.

2) Moderate Bewertung und großes Ausstiegspotenzial

In den vergangenen Jahren haben große Anbieter in diesem Sektor vergleichbare Unternehmen aufgekauft. Selbst Unternehmen, die ganz am Anfang standen, wurden zu Preisen von bis zu 450 Millionen US-Dollar erworben. Die Übernahmen von Iquum und StatDX können als Übernahmen in diesem Sektor betrachtet werden. Roche übernahmen Iquum 2014 für etwa 450 Millionen US-Dollar. Qiagen wiederum übernahm StatDX 2018 für etwa 191 Millionen US-Dollar.

Unser Ziel ist es, Ge2+ als vielseitigstes Testsystem, das die Anforderungen von Kunden besser erfüllt als bereits verfügbare Lösungen, auf dem Markt zu etablieren. Auf diese Weise ermöglicht die vermehrte Nutzung unserer derzeitigen Technologie im Ge2+ eine erhebliche Wertsteigerung gegenüber den derzeitigen 9,5 Millionen Euro.

3) Geringes Technologie- und Marktrisiko

Unsere Technologie hat sich in der jahrelangen routinemäßigen Verwendung bei Kunden bewährt. Diesen Nachweis liefern auch verschiedene wissenschaftliche Publikationen. Unsere PCR-Kompetenz, die in bestehenden Produkten angewendet und in den vergangenen 15 Jahren entwickelt wurde, fließt in das neue System ein. Ferner setzen wir auf die äußerst umfangreiche Expertise unserer Gründer und in der Region Turku im Bereich der Antikörpertests. Mit anderen Worten: Wir erfinden das Rad nicht neu – vielmehr kombinieren wir bekannte, hochwertige Lösungen intelligent in einem neuen System.

Wir verfügen über jahrelange Erfahrung auf dem internationalen Diagnostikmarkt und somit über aktuelles Marktwissen und -verständnis. Des Weiteren haben wir die erforderlichen Genehmigungen, Qualitätssysteme und bestehende Vertriebs- und Partnernetzwerke

4) Ein Unternehmen mit positivem Cashflow und einer breit gefächerten Produktpalette

Wir gehören zu den wenigen Unternehmen, die erheblichen wirtschaftlichen Nutzen aus der Corona-Krise ziehen. Unsere gut abgesicherten Testverkäufe sind im April und Mai um ein Vielfaches gestiegen und haben jetzt einen stark positiven Cashflow, was für Wachstumsunternehmen in der Branche selten ist. Auch wenn die Coronavirus-Situation eine enorme Umsatzspitze mit sich brachte, sind wir nicht nur auf den Verkauf von Coronavirus-Tests angewiesen. Anzahl von Gerätinstallationen wächst rasant, und die meisten Kunden verwenden neben dem Coronavirus-Test auch verschiedene andere Tests aus unserem Testauswahl. Wir sind überzeugt, dass dies in Verbindung mit neuen Tests in den kommenden Jahren einen beachtlichen Umsatz generieren wird.

Liikevaihto

5) Megatrends unterstützen Wachstum, und die Betriebsabläufe basieren auf Verantwortungsbewusstsein

Der Klimawandel bringt Tropenkrankheiten in weiter nördlich gelegene Region. Abacus verfügt über die notwendige Technologie zur Erkennung dieser Krankheiten, wodurch sie wirksamer behandelt und bekämpft werden können. Als finnisches Unternehmen sind Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit ein natürlicher Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit. Außerdem werden wir unsere Investitionen in diesem Bereich noch verstärken. Wir arbeiten bereits an unserer Zertifizierung nach ISO 14001 und verfassen derzeit ein Programm zu unserer Verantwortung als Unternehmen. Ferner kümmern wir uns um unsere Mitarbeiter. Dies spiegelt sich in einer extrem niedrigen Personalfluktuation und einem gut funktionierenden Team wider. 

 

Abacus kurz zusammengefasst

Abacus wurde 2004 als Spin-off-Unternehmen im Institut für Biotechnologie der Universität Turku gegründet. Die Gründungsprofessoren und -forscher des Unternehmens haben mehrere Erfindungen vermarktet, die ihre Wurzeln an der Universität hatten – genau wie wir. Nachdem wir in den Anfangsjahren eine Technologiegrundlage entwickelt hatten, beschlossen wir 2009, uns auf die Diagnose von Infektionskrankheiten zu konzentrieren. Im selben Jahr kamen die derzeitigen Haupteigentümer – Arctic Partners – und der Start-up-Fonds Aloitusrahasto Vera (mittlerweile Innovestor Ventures) an Bord. Ende 2010 erhielten wir die erste europaweite Marktzulassung – die CE-Kennzeichnung – für das von uns entwickelte Testsystem GenomEra. Im Anschluss entwickelten wir die Technologie und das System weiter und brachten neue Tests auf den Markt. Derzeit vertreiben und produzieren wir neun verschiedene Produkte mit CE-Kennzeichnung sowie einen Coronavirus-Test mit Ausnahmegenehmigung der finnischen Arzneimittelagentur Fimea. Im Laufe der Jahre konnten wir ca. 8,5 Millionen Euro an externen Finanzmitteln aufbringen. Wir haben mehr als ca 150 GenomEra Systeme geliefert und gehen davon aus, dass sowohl die Produktion als auch der Umsatz in diesem Jahr um ein Vielfaches steigen werden, wobei die Corona-Krise ein entscheidender Wachstumsfaktor ist. Wir haben einen positiven Cashflow erzielt und arbeiten intensiv an den Plänen für das neue Ge2+ System, welches bedeutende Veränderungen in der Diagnostik mit sich bringen wird.

Unsere Geschäfts- und Marktsituation

Marktgröße und Wachstumsrate

Laut Schätzungen hatte der internationale Diagnostikmarkt 2019 einen Wert von rund 16 Milliarden US-Dollar. Er wächst jährlich um 6,2 %. Der Wert unseres wichtigsten Absatzmarktes, der Markt für molekulare POCT, wurde 2019 auf 1,72 Milliarden US-Dollar beziffert. Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurde für die kommenden fünf Jahre ein Wachstum von +14,4 % prognostiziert. Unser zweiter Absatzmarkt, der POCT-Markt für die Antikörperbestimmung, soll den Erwartungen nach um 12,7 % wachsen und bis 2025 einen Wert von 2 Milliarden US-Dollar haben.. Auch der Markt für Einzeltests ist groß. Der Markt für Influenzatests beispielsweise soll Schätzungen zufolge 2018 einen Wert von rund 1,08 Milliarden US-Dollar gehabt haben und jährlich um etwa 9 % wachsen. Der Markt für einen Einzel-Panel-Test kann viel breit gefächerter sein, da Panel-Tests mehrere Erreger aus einer Probe in nur einem Test identifizieren können. Der Markt für Tests für Atemwegsinfekte hatte 2016 Schätzungen zufolge einen Wert von 5 Milliarden US-Dollar. Der Markt für Tests für Darminfektionen soll 2027 auf 6,1 Milliarden US-Dollar wachsen.

Unsere Produkte

Testsystem GenomEra CDX 

Unser Testsystem besteht aus Einweg-Testchips, einem Messgerät und einer Software zur Interpretation der Testergebnisse. Die stark vereinfachten Testchips bilden den Kern der Technologie und Produkte von Abacus. Sie sind das Ergebnis 15-jähriger PCR-Erfahrung mit der patentierten Technologie von Abacus. Dabei werden Reagenzien direkt auf einen Chip, der aus einem Spritzgussteil aus Kunststoff und Aluminiumfolie besteht, aufgebracht. Unser Produktionsverfahren erfordert keine teure und komplizierte Kältetrocknung, wie sie von den meisten Mitbewerbern anwendet wird. Dank der niedrigen Herstellungskosten können wir unsere Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten und gleichzeitig eine gute Gewinnspanne erzielen. Bei den Immunassays kommt die zeitlich getrennte Fluorometrie zum Einsatz, was die Empfindlichkeit und Zuverlässigkeit des Assays im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen verbessert.

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Der Benutzer führt mit dem GenomEra eine leichte, schnelle Vorverarbeitung (Vorverarbeitung des Coronavirus-Tests) durch, bringt die Patientenprobe auf den Testchip auf, setzt die Chips in das Gerät und startet das Programm. Die Testchips werden vom Gerät dauerhaft verschlossen. Jeder Chip verfügt über einen einmaligen Strichcode, der dem Gerät mitteilt, welcher Assay für jede Probe durchzuführen ist. Zudem werden die Ergebnisse auf patientenspezifischer Basis identifiziert, ohne dass ein persönlicher Identitätscode erforderlich ist. Von einer Probe können gleichzeitig bis zu vier Assays durchgeführt werden. Die Analyse ist nach etwa einer Stunde abgeschlossen. Dann meldet die Software die Ergebnisse automatisch als positiv oder negativ und überträgt sie gegebenenfalls in das Datensystem.

 

Das Ge2+ System der nächsten Generation befindet sich in der Entwicklung

Der Großteil der jetzt eingeworbenen Mittel wird für die Entwicklung eines Testsystems der nächsten Generation genutzt. Beim Entwicklung des neues System wird das im Laufe der Jahre erworbene Fachwissen benutzt. Die Technologie wird völlig neu verpackt und basiert auf dem derzeitigen Testsystem GenomEra von Abacus. Verkaufsargumente für das Ge2+ sind seine Benutzerfreundlichkeit, Schnelligkeit und Vielseitigkeit. Da die Assays die patentierte Trockenchemie des GenomEra Systems nutzen, werden sich vorhandene Assays einfacher auf eine neue Plattform übertragen lassen. Unser Ziel ist es, das benutzerfreundlichste System auf dem Markt mit einzigartigen Funktionen zu entwickeln.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Ge2+ ist die Kombination von PCR- und Antikörpertests in ein und demselben System. Damit kann beispielsweise das PCR-Verfahren mit demselben Gerät durchgeführt werden, um Infektionen zu erkennen und eine bestehende oder länger andauernde Infektion anhand von Antikörpern nachzuweisen. 

In PCR-Assays kann Ge2+ in einer Probe bis zu 11 Bakterien oder Viren erkennen. Dadurch lassen sich beispielsweise alle Hauptursachen von Atemwegsinfekten gleichzeitig nachweisen. Bei Antikörpertests streben wir drei verschiedene Ergebnisse pro Probe an. So können beispielsweise verschiedene Kategorien von Antikörpern separat ausgewiesen werden. Aufgrund der Trockenchemie bleiben die Herstellungskosten niedrig, was wettbewerbsfähige Preise und hohe Gewinnspannen ermöglicht. 

Unser Ziel ist es, Ge2+ Ende 2022 auf den Markt zu bringen und eine breite Palette von Tests zur Verfügung zu stellen, darunter die so genannten „Game Changer“, die Mitbewerber derzeit nicht anbieten. Dazu gehören zuverlässige Antiköper- und PCR-Tests für Keuchhusten sowie ein Panel-Test für Tropenkrankheiten. Diese klinisch wichtigen Tests werden die Anzahl an Geräten schnell erhöhen. Sobald eine ausreichende Anzahl an Geräten zur Verfügung steht, können auch die wettbewerbsfähigsten Tests nach und nach auf den Markt gebracht werden.

Warum PCR- und Antikörpertests kombinieren?

Die PCR-Methode hat sich bei der Diagnose von Mehrfachinfektionen als überlegen erwiesen, da sich mit dieser Methode auch einzelne Moleküle nachweisen lassen. Kein anderer diagnostischer Test hat eine vergleichbare Sensitivität. Neben seiner überlegenen Sensitivität ist ein gut aufgebauter PCR-Test äußerst genau, d. h. spezifisch. Aus diesen Gründen hat PCR mehrere andere Methoden ersetzt und wird beispielsweise zum Nachweis des Coronavirus oder sexuell übertragbarer Krankheiten fast ausschließlich eingesetzt.

Antikörper können mit PCR jedoch nicht nachgewiesen werden – dazu sind nach wie vor Antikörpertests nötig. Antikörper spielen bei der Behandlung bestimmter Infektionen wie Masern, Keuchhusten und Coronavirus eine bedeutende Rolle.

Es gibt PCR-Geräte auf dem Markt, die für die POC-Diagnostik geeignet sind, und vor allem bei Grippetests ist die Konkurrenz groß. Andererseits gibt es praktisch keine zuverlässigen Antikörpertests, die für die POC-Diagnostik geeignet sind. Uns ist kein einziges Gerät bekannt, das diese beiden Technologien kombiniert. Zwei unterschiedliche Technologien zu kombinieren ist nicht immer einfach. Die Stärke von Abacus ist die einzigartige Kompetenz in beiden Technologien und unsere Fähigkeit, sie in einem Gerät zu kombinieren.

Die Einführung eines neuen Geräts ist im Gesundheitswesen stets ein großes Unterfangen. Daher werden bei der Beschaffung die benutzerfreundlichsten und vielseitigsten Systeme bevorzugt. Die Kombination zwei verschiedener Technologien in einem System ermöglicht ein breiteres Einsatzgebiet und einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil.

Unser Angebot an Tests 

Wir bieten bereits eines der vielfältigsten Portfolios von Tests in unserem eigenen Marktsegment an. Der Coronavirus-Test ist der neueste Zugang. Im Herbst bringen wir einen Meningitis-Test und einen Kombinationstest zum gleichzeitigen Nachweis des Coronavirus und von Influenza A und B auf den Markt. Unser Portfolio umfasst derzeit Tests für das Norovirus, Influenza- und RS-Virus sowie den Krankenhauskeim MRSA, Pneumokokken, Gruppe B-Streptokokken und Clostridium-difficile-Bakterien, die Antibiotika-assoziierte Diarrhö verursachen. Weitere Informationen zu unseren Tests sind auf unserer Website nachzulesen.

genomera tests

Gewinnlogik

Wir verwenden das branchenspezifische „Razor-Razorblade“-Modell. Dabei werden das Gerät zu möglichst niedrigen Kosten und die Verbrauchsmaterialien mit hohen Margen verkauft. In anderen Branchen findet eine vergleichbare Gewinnlogik beim Verkauf von Produkten wie Kaffeekapseln, Tintenstrahldruckern und natürlich Rasierapparaten Anwendung.

In der Regel verkaufen wir die Geräte an einen Vertriebspartner, der das Gerät ohne eine einmalige Gebühr an den Endkunden liefert. Der Vertriebspartner rechnet dann den Preis des Geräts auf den Preis der Tests auf. In den letzten Jahren hat sich in Finnland auch das Servicegeräte-Modell immer mehr durchgesetzt, bei dem der Endkunde nur nach der Anzahl der gemeldeten Patientenergebnisse bezahlt.

Marktentwicklung

In diesem Sektor zeichnen sich zwei klare, voneinander unabhängige Trends ab: Einrichtungen, die Gesundheitsdienste anbieten, tun sich zusammen und bündeln ihre Aktivitäten. Gleichzeitig ist jedoch ein rasantes Wachstum der dezentralisierten POC-Diagnostik zu beobachten – also des Marktes, auf dem Abacus tätig ist. Die Testergebnisse für Infektionskrankheiten sollen so schnell wie möglich vorliegen, sodass dezentrale Tests die einzige Option sind. Das Versenden von Proben an Zentrallabors ist zeit- und kostenintensiv. Daher ist man bereit, für POC-Diagnostik deutlich mehr zu bezahlen als für den gleichen Test, der im Zentrallabor durchgeführt wird. Im Hinblick auf die Gesamtkosten ist POC-Diagnostik oft sinnvoll.

Wettbewerbssituation

Im Falle des Coronavirus ist eine zuverlässige und ausreichende Verfügbarkeit eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für die Auswahl eines Tests. In diesem Sektor mangelt es an verschiedenen Rohstoffen, und obwohl sich die Verfügbarkeit von Tests bereits leicht verbessert hat, sind viele weiterhin nur begrenzt und nicht sicher verfügbar. Wir genießen einen ausgezeichneten Ruf als zuverlässiger Lieferant und konnten alle Lieferversprechen halten. Allerdings mussten wir die Parteien, denen wir Tests versprochen haben, stark beschränken. Als finnisches Unternehmen geben wir Lieferungen nach Finnland den Vorrang.

Unter normalen Marktbedingungen sind die wichtigsten Beschaffungskriterien ein breites Sortiment an Tests, Schnelligkeit, Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit, äußerst professioneller Kundendienst und Kosteneffizienz. GenomEra ist eine der ausgewogensten auf dem Markt erhältlichen Lösungen zu kostengünstigen Preisen. Zu unseren wichtigsten Wettbewerbsvorteilen gehören ein breites, ständig wachsendes Produktangebot, ausgezeichneter Kundendienst, wettbewerbsfähige Preise und zuverlässige Tests.

Als führende Mitbewerber in ihren eigenen Marktsegmenten sind zwei zu nennen: GeneXpert vom Marktführer Cepheid und Filmarray von bioMérieux. Beide Tests müssen unter Verwendung einer Vielzahl von kaltgetrockneten Reagenzien durchgeführt werden, die feuchtigkeitsempfindlich sind. Gefriertrocknung und mechanisch aufwendige Testkassetten ziehen hohe Produktionskosten nach sich. Dank der patentierten Technologie von Abacus müssen wir keine Kältetrocknung anwenden. Dazu ist die Herstellung der Tests einfach. So werden die Produktionskosten erheblich reduziert. Die patentierte Trockenchemie von Abacus ist zudem relativ unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Kunden profitieren durch niedrige Preise und gut erhaltene Tests.

Wir haben eine Marktstudie basierend auf den vorläufigen Spezifikationen und dem Testspektrum von Ge2+ durchgeführt. Das Feedback von Endbenutzern und Vertriebspartnern war hervorragend. Das System ist auf großes Interesse gestoßen. Die Marktstudie befürwortet nachdrücklich unseren Plan, PCR- und Antikörpertests in einem System zu vereinen. Ge2+ ist besonders für kleinere Gesundheitseinrichtungen interessant. Ein breites Angebot an Tests und Benutzerfreundlichkeit gewinnen auf den Märkten zunehmend an Bedeutung. Wir haben bereits eines der breitesten Angebote an Tests auf dem Markt. Ge2+ soll zudem der benutzerfreundlichste Test auf dem Markt werden. 

Market need

Zielkunden

Unsere derzeitigen Zielkunden sind kleine und mittlere Krankenhauslabors, die nicht über die spezifischen Fachkenntnisse, die Einrichtungen oder die Ausrüstung für die typische molekulare Diagnostik verfügen.

Zielkunden für Ge2+ sind zunehmend kleinere Gesundheitseinrichtungen sowie Notaufnahmen und -stationen in großen Krankenhäusern, in denen eine schnelle Diagnose von Infektionskrankheiten nötig ist. Dank einer Technologie und Einzeltests sind die Testanforderungen für diese Anwendungen gering. Ein großes Testportfolio und die Kombination von zwei verschiedenen Technologien führen allerdings zu einer beträchtlichen Gesamtzahl kleiner Tests. In diesem Fall wird das Personal selbst in kleinen Einrichtungen eine Testroutine beibehalten, und die Investitionen in die Gerätschaften sind wirtschaftlich tragbar.

Vertriebskanäle und Logistik

Alle GenomEra Produkte werden über Vertriebspartner  verkauft. Dies ist in diesem Sektor üblich.  Wir haben diese Strategie gewählt, damit wir uns auf unsere Kernkompetenz konzentrieren können und keine großen Investitionen für den Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes tätigen müssen. In vielen Fällen sind unsere Vertriebspartner die führenden Anbieter in ihrem Land, wie beispielsweise Abbott, ein globaler Riese. Das Vertriebsnetz von Abacus deckt einen großen Teil Europas und ausgewählte Länder in Nah- und Fernost ab. Wir haben unser Vertriebsnetz in den vergangenen Jahren aktiv ausgebaut und aktualisiert. In der derzeitigen Coronavirus-Situation ist die Nachfrage so hoch, dass wir den Vorstoß in neue Länder verschieben und uns auf die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl an Produkten für bestehende Vertriebspartner konzentrieren mussten. Sobald die Produktionskapazität dies zulässt, werden wir unser Vertriebsnetz weiter ausbauen.

Wir führen Gespräche über den Eintritt in zwei der größten Märkte, USA und China, mit einem lokalen Anbieter im jeweiligen Land. Mit solch einem Abkommen blieben kostspielige und komplizierte Registrierungen dem Partner überlassen, gleichzeitig würden wir jedoch schnellstmögliche Umsatzsteigerungen erzielen.

Gesetzgebung

In-vitro-Diagnostika sind umfassend reguliert, und wir verfügen seit Jahren über die erforderlichen Genehmigungen und Qualitätszertifikate. In Europa wird es in den nächsten Jahren große Veränderungen geben, wenn die neue IVD-Verordnung in Kraft tritt. Eine der größten Änderungen betrifft die benannten Stellen. Derzeit erfordern nur sehr wenige IVD-Produkte die Genehmigung einer benannten Stelle. Nach der neuen Verordnung sollen hingegen die meisten IVD-Produkte die Genehmigung einer benannten Stelle erfordern. Nach aktuellen Informationen endet die Übergangsfrist im Mai 2022. Unserer Ansicht nach stellt eine anspruchsvollere Gesetzgebung einen Vorteil dar, da sie den Wettbewerb einschränken könnte. Gleichzeitig dürften die Registrierungen in Nicht-EU-Ländern erleichtert werden.

Megatrends und ihre Folgen 

Zunehmende Mobilität

Zwar hat die Coronavirus-Pandemie Reisen und Mobilität eingeschränkt, nach der Aufhebung der vorübergehenden Einschränkungen wird die Anzahl der Geschäfts- und Urlaubsreisen jedoch wieder zunehmen. Eine lokale, schnelle Erkennung von Epidemien ist entscheidend, um ihre Ausbreitung zu vermeiden. Die typische Erkrankung auf Reisen ist Diarrhö. Sie wird zunehmend durch antibiotikaresistente Bakterien verursacht und kann schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein.

Klimawandel 

Nach den Prognosen der Weltgesundheitsorganisation wird die globale Erwärmung zur Ausbreitung der von Insekten übertragenen Infektionskrankheiten führen. In der Vergangenheit waren diese hauptsächlich auf tropische Gebiete beschränkt. In Südeuropa ist bereits ein deutlicher Anstieg der Inzidenz von zwei durch Moskitos übertragenen Krankheiten – Malaria und West-Nil-Virus – zu beobachten. Tropenkrankheiten sind für Ärzte, die Patienten außerhalb der Infektionsgebiete behandeln, äußerst problematisch, da Diagnosen nicht anhand von Symptomen gestellt werden können und die Fälle selten und oftmals schwerwiegend sind.

Wertewandel, Verantwortungs- und Umweltbewusstsein 

Nachhaltigkeits- und Umweltbelange sind für Kunden und Investoren immer wichtigere Entscheidungskriterien. Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (kurz ESG) wirken sich ebenfalls auf die Wertschöpfung von Unternehmen aus.

Entwicklungsländer 

Entwicklungsländer verzeichnen ein rasantes Wirtschaftswachstum, mit einer wachsenden Mittelschicht. Die Entwicklung der Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern wird jedoch oft durch große Entfernungen und schlechte Anbindungen zwischen Patienten, Behandlungseinrichtungen und anderen Akteuren eingeschränkt. Es mangelt an der Logistik für den Transport von Proben, und der Patient holt seine Ergebnisse womöglich nie ab.

Bevölkerungsalterung

In den entwickelten Industrieländern altert die Bevölkerung, und der Bedarf an medizinischer Versorgung steigt entsprechend. Dadurch steigt wiederum die Nachfrage nach Diagnostika, die speziell für die POC-Diagnostik in Behandlungseinrichtungen geeignet sind. 

Abacus und Megatrends

  • Abacus entwirft für die Anforderungen, die sich aus der Mobilität und dem Klimawandel ergeben, Testpanels für Diagnostika, z. B. für die häufigsten Tropenkrankheiten und für Reisende mit Diarrhö. Für die Grippewelle im kommenden Winter und die erwartete zweite Welle von Coronavirus-Infektionen entwickeln wir einen kombinierten Test zur Unterscheidung von Influenza A und B und Coronavirus. Dadurch wird die zeitnahe Diagnose und Behandlung von symptomatischen Influenza- und Coronavirus-Patienten sichergestellt.
  • Abacus ist ein verantwortungsbewusstes finnisches Unternehmen. Um unseren Ruf zu formalisieren, haben wir die Zertifizierung nach ISO 14001 beantragt und verfassen ein Programm zu unserer Verantwortung als Unternehmen.
  • Eine dezentrale und benutzerfreundliche Diagnostik in den Gesundheitsdiensten der Entwicklungsländer ist praktisch die einzige Option. Wenn eine Patientenprobe sofort in der Behandlungseinrichtung getestet wird, stellen die Haltbarkeit und der Transport von Proben kein Problem dar. Zudem sind die Ergebnisse sofort verfügbar, und jede Behandlung kann entsprechend der Diagnose sofort begonnen werden. Abacus untersucht Möglichkeiten, wie die Entwicklung des Gesundheitswesens in diesen Ländern unterstützt werden kann.
  • Auf die Gesundheitsbedürfnisse der alternden Bevölkerung in den westlichen Ländern reagiert Abacus mit einem Ge2+ Mehrzwecksystem, das für die patientennahe Labordiagnostik konzipiert wurde. 

Möglichkeiten zukünftigen Wachstums 

Derzeit arbeiten wir an der Diagnose von Infektionskrankheiten beim Menschen. Die von uns eingesetzte Technologie ist jedoch hoch skalierbar und eignet sich u. a. für die Krebs- und Herzinfarkt-Diagnostik sowie für genetische Studien. Völlig neue Möglichkeiten ergeben sich aus der Diagnostik bei Haus- und Nutztieren, Lebensmittelsicherheit, Produktfälschungen und Biosicherheit. Diese neuen Märkte könnten durch Lizenzvereinbarungen erschlossen werden, die im Erfolgsfall schnell und ohne größere Eigeninvestitionen Cashflow generieren würden. 

 

Unser Team

Unser Team

Die Vorstandsmitglieder von Abacus verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im internationalen Diagnostik-Geschäft und weisen eine beachtliche Erfolgsbilanz in der Kommerzialisierung und Patentierung von Erfindungen aus dem universitären Bereich auf. Das Unternehmen setzt auf ein junges, aber erfahrenes und hoch engagiertes Team. In den vergangenen Jahren haben wir Abacus von einem Startup zu einem gut geführten, authentischen Diagnostikunternehmen entwickelt. Wir arbeiten mit Zuversicht und wissen, dass Höhen und Tiefen für wachsende Unternehmen zum Alltag gehören. Außerdem haben wir im Laufe der Jahre wichtige Mitarbeiter verloren. Dadurch wurde jedoch jungen Talenten die Chance eröffnet, neue Positionen und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig haben wir immer wieder neue Wege gefunden, produktiver zu arbeiten.

Unseres Erachtens bieten Veränderungen die Chance, sich weiterzuentwickeln. Die Coronavirus-Pandemie ist das jüngste Beispiel dafür. In dieser globalen Krise haben wir gemeinsam eine Lösung erarbeitet: Wir haben uns unsere Fachwissen und Komptenz zunutze gemacht und mit einem Team von rund zehn Personen innerhalb weniger Wochen einen neuen Coronavirus-Test entwickelt. Als die enorme Nachfrage an dem Coronavirus-Test zeigte, dass die Produktionskapazitäten für den Test unser Wachstum einschränkten, entwickelten wir unsere Verfahren umgehend weiter: Wir haben bereits die für die Testvorbereitung benötigte Zeit verkürzt und das Produktionsvolumen durch Maßnahmen zur schnellen Entwicklung von Produktionsverfahren um ein Vielfaches erhöht.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre haben uns gelehrt, unsere knappen Ressourcen äußerst effektiv einzusetzen. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und versuchen nicht, alles selbst zu tun. Wir haben neue Mitarbeiter noch während ihres Studiums eingestellt, um Studenten die Chance zu geben, das Gelernte und die neuesten Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Dadurch können wir eine attraktive berufliche Laufbahn anbieten und unser Team langfristig binden. Wir haben Herausforderungen gemeinsam gemeistert. Ein Beleg dafür sind unsere 10 IVD-Produkte mit CE-Kennzeichnung auf dem Markt, über 20 Vertriebspartner und ein positiver Cashflow.

Erno Sundberg

CEO, Master of Science Biotechnologie

Erno kam 2010 für den Sommer zu Abacus und hat alle Betriebsabläufe des Unternehmens ausgearbeitet – von der Produktentwicklung über die Qualität bis hin zur Produktion. Seit 2016 ist er der CEO des Unternehmens. Er arbeitet aktiv mit Kunden zusammen – sowohl mit Vertriebspartnern als auch Endbenutzern – und ist an den tagtäglichen Entscheidungen des Unternehmens beteiligt. Erno verfügt über außerordentliche technische Kompetenz. Er kann nicht nur Vertriebspartner schulen, sondern auch mit den anspruchsvollsten Endkunden Anliegen erörtern. So ist es möglich, die Anforderungen von Kunden wirklich zu verstehen und Abacus auf den richtigen Wachstumspfad zu führen.

Timo Lövgren

Vorstandsvorsitzender, emeritierter Professor, Biotechnologie

Timo war zehn Jahre Forschungsleiter bei Wallac Oy, einem auf medizinische Diagnostik spezialisierten Unternehmen, und wurde dann zum Professor des Instituts für Biotechnologie an der Universität Turku ernannt. Im Laufe der Jahre hat das Institut neben der grundlegenden Technologie für Abacus mehrere kommerziell erfolgreiche Innovationen entwickelt, und Timo hat als Erfinder über 15 Patente. Neben Abacus war er der Gründer von Arctic Partners, Kaivogen undInnotrac Diagnostics, das mittlerweile der Danaher Group angehört und mehr als 200 Mitarbeiter in Turku beschäftigt. Timo ist seit der Gründung von Abacus Vorstandsvorsitzender und spielte bei der Sicherung der Finanzierung in den ersten Jahren eine entscheidende Rolle. Timo unterstützt Abacus durch seine einzigartige Expertise, sein internationales Netzwerk und seine Erfahrungen in der Patentierung und Kommerzialisierung von Erfindungen aus dem universitären Bereich.  

Ilkka Kouvonen

Vorstandsmitglied, PhD Biochemie

Ilkka war über 14 Jahre CEO von Medix Biochemica, direkt seit der Gründung des Unternehmens. Als CEO von Turku Science Park und Bereichsleiter des finnischen Innovationsfonds Sitra entwickelte er ein breit gefächertes Fachwissen über Innovationssysteme und Risikofinanzierung von Technologieunternehmen. Er war in insgesamt 20 Unternehmen Vorstandsmitglied oder Vorsitzender des Vorstands. Bei Abacus bringt Ilkka seine beeindruckende Vorstandsexpertise und sein umfangreiches betriebswirtschaftliches Wissen im Life-Science-Sektor ein. 

Tero Soukka

Vorstandsmitglied, Gründer, Professor, Biotechnologie

Tero ist ein Gründungspartner von Abacus und Professor für Biotechnologie an der Universität Turku. Seine Forschungserfahrung steht mit den Methoden in Verbindung, die in den Produkten von Abacus verwendet werden. Tero hat verschiedene Forschungsprojekte für Diagnosetechnik geleitet, insbesondere im Bereich der analytischen Technologien. Dafür hat er fast 20 Patente und Patentanmeldungen sowie über 100 wissenschaftliche Peer-Review-Veröffentlichungen vorzuweisen. Sein fundiertes Wissen rund um IVD-Technologien, sein internationales wissenschaftliches Know-how auf höchstem Branchenniveau und seine umfassende Erfahrung in der Patentierung von Erfindungen sind für Abacus von unschätzbarem Wert.  

Leena Kokko

Vorstandsmitglied, PhD Biotechnologie

Leena verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im wachstumsorientierten Unternehmen. Sie war seit der Gründung von Kaivogen Oy CEO, und unter ihrer Führung entwickelte sich Kaivogen zu einem profitablen Unternehmen mit über 20 Mitarbeitern. Vor ihrem Einstieg in die Branche war Leena an der Entwicklung von Assay-Technologien an der Universität Turku beteiligt. Abacus profitiert von ihrer beeindruckenden Expertise in der Entwicklung von Immunassays und profitablem Unternehmenswachstum.  

Janne Holopainen

Direktor für Geräte und Software, PhD Physik

Janne kam 2009 zu Abacus, um mit an der Aktualisierung des GenomEra Systems zur Verwendung mit IVD mit CE-Kennzeichnung zu arbeiten. In der Entwicklung von Geräten und Software erstreckt sich Jannes Expertise über die Herstellung und Wartung von Geräten sowie die Einführung eines Qualitätskontrollsystems. Derzeit ist Janne für sämtliche Aspekte bezüglich Geräten und Software verantwortlich. Dazu gehört auch die fortlaufende Entwicklung der internen und externen Software des Unternehmens.   Janne verstärkt Abacus seit 10 Jahren und unterstützt das Unternehmen bei der Lösung von Problemen in sämtlichen Bereichen – angefangen bei der Produktionsstrategie bis hin zu praktischen Belangen für einzelne Endbenutzer. 

Antti-Heikki Tapio

Leiter der Produktentwicklung, Master of Science Biotechnologie

Antti-Heikki ist seit 2009 bei Abacus beschäftigt und seitdem an der Entwicklung neuer Produkte sowie des Unternehmens selbst beteiligt. Antti-Heikki ist bei vielen Innovationen von Abacus der federführende Entwickler. Zu seinen Stärken gehören die Verwaltung von Probenaufbereitungsverfahren und sein Ehrgeiz und Geschick bei der Entwicklung einfacher und funktioneller Lösungen für Kunden. Neben der Produktentwicklung ist er für die Bearbeitung der schwierigsten Fragen von Kunden und des direkten Feedbacks der Kunden von Abacus zuständig.

Tommi Alanko

Produktionsleiter, Master of Science Biotechnologie

Tommi verstärkt Abacus seit 2012 und hat sich seitdem umfangreiches Know-how in der Produktion angeeignet. Als Produktionsleiter ist er für die Produktion von Tests und die Auftrags- und Lieferkette verantwortlich. Tommi war in einer Entscheidungsposition, als es darum ging die Produktionskapazität von Abacus innerhalb weniger Wochen um ein Vielfaches zu erhöhen, um der Kundennachfrage gerecht zu werden. Ferner stellte Tommi sicher, dass trotz der allgemeinen Verfügbarkeitsprobleme in diesem Sektor ausreichend Rohmaterialien verfügbar waren.  

Sani Nylund

Qualitätsmanager, Master of Science Biotechnologie

Sami kam 2012 während seines Studiums zu Abacus und ist sowohl an der Produktion von Tests als auch an der Produktentwicklung beteiligt. Sami hat fundierte Kenntnisse zu den Prozessen von Abacus, was für seine derzeitige Funktion von wesentlicher Bedeutung ist. Als Qualitätsmanager ist er dafür verantwortlich, dass die Produkte und Abläufe des Unternehmens die internen und externen Qualitätsanforderungen erfüllen. Zudem befolgt Sami die behördlichen Anforderungen und kümmert sich darum, dass Abacus in Bezug auf anstehende Gesetzesänderungen in Finnland und anderen Ländern auf dem Laufenden bleibt.  

Laura Joki

Produktmanager, Master of Science Biotechnologie

Laura kam 2015 zu Abacus und ist für Kundenkonten bei Vertriebspartnern und Endkunden verantwortlich. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört die Schulung von Vertriebspartnern und Endkunden in Finnland und im Ausland. Häufig unterstützt sie Vertriebspartner als Beraterin bei Terminen mit Endkunden. Bei ihrem Umgang mit Kunden stützt sich Laura auf ihre ausgezeichneten Kommunikationsfähigkeiten und die Sprachkenntnisse, die sie sich angeeignet hat, als sie in Deutschland lebte. Sie spielte eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des Absatzes in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH).

Joachim Hevler

Berater, Marketing, Mitteleuropa, MBA

Joachim verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Vermarktung von Diagnostika in führenden Unternehmen der Branche, darunter Pharmacia Diagnostics, Mikrogen und Alere, mittlerweile zu Abbott gehört. Joachim ist derzeit der CEO von Adico DX, dem Vertriebspartner von Abacus in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Als Berater von Abacus konzentriert er sich nicht nur auf die DACH-Region, sondern auch auf das übrige Mitteleuropa. Er stellt dem Unternehmen die neuesten Informationen über die Märkte und Kundenanforderungen bereit. Ferner profitiert Abacus von Joachims Expertise im Bereich Marketingmaterial und strategische Planung.  

Piia von Lode

Gründerin, Beraterin, IPR, PhD Biotechnologie

Piia gehört zu den Gründern von Abacus. In den Anfangsjahren war sie Forschungsleiterin bei Abacus und aktiv an der Entwicklung und Vermarktung des Unternehmens und seiner Technologien und Produkte beteiligt. Zu ihren Hauptaufgaben gehörten die Schulung des aktuellen Kernteams und die Verwaltung des Patentportfolios von Abacus. In ihrer derzeitigen Hauptfunktion als Innovationsberaterin an der Universität Turku  beobachtet sie fortlaufend die IPR-Situation im Sektor. Als Beraterin von Abacus unterstützt Piia das Unternehmen bei Bedarf in IPR-Belangen.

Risiken

Nicht börsennotierte Wachstumsunternehmen sind risikoreiche Investitionen. Eine risikoreiche Investition birgt z.B. das Risiko des Verlusts Ihrer Investition, mangelnde Liquidität, unregelmäßige oder seltene Dividenden und Verwässerung Ihrer Beteiligung. Bitte lesen Siediese Risikowarnung sorgfältig, bevor Sie eine risikoreiche Investition tätigen.

Es wird empfohlen, sich mit dem Anlageziel Ihrer Wahl vertraut zu machen, Risiken durch Investitionen in mehrere Anlageziele zu reduzieren und Ihr Anlageportfolio mit liquiden Anlagen auszugleichen. Wir empfehlen Ihnen auch, die spezifischen Risikobeschreibungen der Zielgesellschaft zu beachten, die Sie in den Pitchmaterialien finden.

Dem Pitch liegt ein Bonitätsbericht bei, der für die Investitionsentscheidung relevant sein kann

Regulierungsrelevante Risiken

Für IVD (In-vitro-Diagnostika) gelten strenge Regulierungsvorschriften. Abacus verfügt seit Jahren über die erforderlichen Genehmigungen und Qualitätszertifikate und hat sie gemäß den Anforderungen auf dem laufenden Stand gehalten. Die Erfüllung der Anforderungen der neuen EU-weiten IVD-Verordnung könnte sich jedoch als anspruchsvoller als erwartet erweisen und zu weiteren Verzögerungen und zusätzlichen Kosten führen. Im Rahmen der IVD-Verordnung erfordern die Produkte von Abacus die Genehmigung einer benannten Stelle. Derzeit gibt es jedoch nur sehr wenige benannte Stellen, die eine Zulassung haben. Abacus bemüht sich aktiv darum, dass eine benannte Stelle zeitnah verfügbar ist. Weltweit besteht ein klarer Harmonisierungsbedarf. Zudem gibt es einen Trend in der IVD-Gesetzgebung, was die Öffnung von Märkten außerhalb Europas erleichtern könnte. Die Produkte von Abacus werden bereits außerhalb Europas, in Nah- und Fernost, verkauft und verwendet.

Risiken im Hinblick auf Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

In einem kleinen Unternehmen kann der Verlust von wichtigen Mitarbeitern Probleme verursachen. Abacus hat solche Veränderungen bisher jedoch sehr gut bewältigt. Die jetzigen Mitarbeiter in Schlüsselpositionen wurden mit lang- und kurzfristigen Anreizprogrammen gebunden. Die Abhängigkeit von bestimmten Einzelpersonen wird durch das breite Know-how eines jeden wichtigen Mitarbeiters verringert, so dass ein potenzieller Personalverlust durch eine Neuverteilung der Aufgaben schnell überwunden werden kann.

Rechtliche Risiken

Gegenwärtig sind uns keine rechtlichen Schritte gegen das Unternehmen bekannt. Eine solche Gefahr besteht jedoch immer, und wenn sie Realität wird, kann dies beispielsweise zusätzliche Rechtskosten nach sich ziehen oder den Ruf des Unternehmens schädigen.

IPR-Risiken

Abacus hat eigene Patente. Zudem werden im Rahmen der Entwicklung neuer Produkte Recherchen zur Ausübungsfreiheit durchgeführt. Nichtsdestotrotz lassen sich mögliche Patentverletzungen nicht völlig ausschließen. Der Sektor war schon immer stark patentiert, die Mehrheit der Schlüsselpatente ist jedoch in den vergangenen Jahren erloschen. Abacus hat eine IPR-Rechtsschutzversicherung, die alle potenziellen Rechtskosten abdeckt.

Rasante Veränderungen in den Marktgegebenheiten

Der Markt für Gesundheitstechnologie wächst seit langem stetig, und der Sektor ist nicht zyklisch. Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Sektor sind schwer abzuschätzen. Die Marktbedingungen können sich rasant verändern, wenn sich die Verfügbarkeit und die Preise bestimmter Lösungen schnell verändern oder Änderungen an den Testrichtlinien vorgenommen werden. Für Abacus verringert sich das Risiko negativer Auswirkungen, indem wir ein breites Angebot an Produkten und Abläufen dezentral in vielen Ländern und durch mehrere Vertriebshändler aufrechterhalten. Bislang hat die Coronavirus-Pandemie aufgrund unseres Fachwissens ein starkes Wachstum gebracht.

Risiken der Produktentwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte trägt immer Risiken in sich. Das gilt sowohl für neue Tests als auch das Ge2+ System. Die Entwicklung neuer Tests kann länger als erwartet dauern, oder die Tests funktionieren möglicherweise nicht ordnungsgemäß. Dabei besteht die Gefahr, dass der Test überhaupt nicht auf den Markt kommt. In den vergangenen Jahren wurden die Projekte zur Testentwicklung qualitativ erfolgreich und termingerecht abgeschlossen. Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Projekte zur Produktentwicklung. Wir bemühen uns, die risikoreichsten Elemente so früh wie möglich zu bestimmen.

Finanzielle Risiken

Wie lange die Umsatzspitze infolge der Coronavirus-Pandemie anhält ist schwer vorherzusagen. Aus diesem Grund wird die Cashflow-Prognose als recht konservativ angesehen und soll sicherstellen, dass Kunden neben dem Coronavirus-Test auch andere Tests in ihren GenomEra Systemen verwenden. Die Kosten eines Projekts für die Entwicklung eines Ge2+ Produkts können höher als veranschlagt sein. Außerdem kann es vorkommen, dass wir einen Teil der öffentlichen Finanzierung, die in unseren Berechnungen mit veranschlagt wurde, nicht erhalten. Große Abweichungen in der Prognose können eine neue Finanzierungsrunde erforderlich machen. Dabei besteht jedoch immer die Gefahr, dass die erforderlichen Mittel nicht verfügbar sind.

Allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken

Der Sektor der Gesundheitstechnologie ist gegenüber politischen oder globalen wirtschaftlichen Veränderungen nicht besonders empfindlich. Abacus ist international tätig und nicht von einem bestimmten geographischen Marktgebiet abhängig.

Risiken bezüglich Produktions- und Lieferketten

Die Coronavirus-Pandemie hat zu Einschränkungen der Verfügbarkeit in diesem Sektor geführt. Bislang wurden in der Lieferkette von Abacus keine nennenswerten Versorgungsengpässe festgestellt, die Möglichkeit von Versorgungsausfällen kann jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden. Abacus bleibt auf potenzielle Probleme hinsichtlich der Verfügbarkeit vorbereitet. Dazu füllen wir unsere Rohstoffbestände auf und schließen langfristige Lieferverträge ab.

Ein Teil der Produktionsvorrichtungen von Abacus lässt sich bei einem Ausfall nur schwer schnell ersetzen. Deshalb wurde die Wartung der Vorrichtungen entsprechend organisiert. Bei diesen Vorrichtungen besteht bei einem möglichen Ausfall die Gefahr einer Produktionsunterbrechung. Um zu vermeiden, dass eine Produktionsunterbrechung Versorgungsengpässe nach sich zieht, bemüht sich Abacus um die Aufrechterhaltung einer hinreichenden Versorgung mit Endprodukten. Bei einer hohen Nachfrage sind die Lagerbestände jedoch aufgrund begrenzter Produktionskapazität bisweilen unter die Zielvorgaben gefallen. 

Gefahr der Verwässerung

Das Unternehmen hat Wandelanleihen, die gemäß den Darlehensbedingungen in Aktien des Unternehmens umgetauscht werden können. Mögliche Verwässerungseffekte wurden bei der Bewertung und bei der Bestimmung der auszuschüttenden Anteile bereits vollständig berücksichtigt